Uhlig/Höller/Achtermeyer/Metz
Die Nachricht, dass die Nordbrücke selbst eingeschränkt nicht wieder geöffnet werden kann, ist ein schwerer Schlag für Bonn und die Region. Was das konkret bedeutet:
Vor uns stehen mindestens zweieinhalb Jahre massivster Einschränkungen. Der Bund als Verursacher steht in der Verantwortung, die Region bei der Bewältigung des Verkehrschaos zu unterstützen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat bereits deutlich gemacht, uns in dieser Lage nicht allein zu lassen und im Rahmen seiner Zuständigkeit zu helfen. Alle Beteiligten haben nun mehr Klarheit – Baumaßnahmen können endlich gezielt koordiniert und abgestimmt werden. Um die Verkehrslage überhaupt beherrschbar zu machen, müssen jetzt vor allem Bus, Bahn und Radverkehr massiv gestärkt werden.
Wir Grüne haben von Anfang an klargestellt: Nicht der Autobahnausbau darf Priorität haben, sondern die schnellstmögliche Wiederherstellung der Verbindung. Nach anfänglicher Ablehnung sind Bund und Autobahn GmbH nun offenbar doch zu dem Ergebnis gekommen, dass ein 1:1-Ersatzneubau der Vorlandbrücke der einfachste und schnellste Weg ist. Diesen Sinneswandel begrüßen wir ausdrücklich. Wir setzen darauf, dass der Bund seinen ambitionierten Zeitplan einhält und die Verbindung in gut zwei Jahren wieder steht.
Zwar rückt der Bund vom langfristigen Ziel eines breiteren Ausbaus nicht ab, doch dieses Vorhaben rückt angesichts der aktuellen Krise zurecht in den Hintergrund. Wir werden in den weiteren Planungen des Bundes massiv darauf drängen, dass der komplette Ersatzneubau so schlank und flächenschonend wie möglich erfolgt. Mit dem heutigen Tag sind die Chancen dafür deutlich gestiegen.
Das ist die gemeinsame Haltung von Katrin Uhlig, Martin Metz, Dr. Julia Höller und mir.
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